Fernwärme statt Erdgas im O-Dorf: IIG stellt über 1.700 Wohnungen auf regenerative Energie um

(17.05.2017).Die Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) hat im Olympischen Dorf mit der Umstellung von Heizungen in über 1.700 Wohnungen sowie der NMS O-Dorf auf Fernwärme begonnen. Davon betroffen sind 21 Gebäude der IIG sowie weitere sechs Wohnungseigentumsobjekte mit rund 300 Wohnungen. Insgesamt investiert die IIG knapp eine Million Euro. Die TIGAS verlegt gerade ihr Netz im betroffenen Bereich. Dadurch werden Kostensynergien genutzt.  

Die Heizenergie kommt dann nicht mehr aus dem bisherigen Heizwerk im O-Dorf, sondern aus der IKB/TIGAS-Fernwärmeleitung Wattens/Innsbruck. Genutzt wird zum Großteil die Abwärme von Swarovski und dem Röhrenwerk in Hall, weshalb über 60 Prozent des bisherigen Erdgas-Einsatzes durch regenerative Energie ersetzt wird. Die an die Fernwärme angeschlossenen Gebäude liegen im Geviert An-der-Lan-Straße, Kajetan-Sweth-Straße, Kugelfangweg und Schützenstraße. Das bestehende Heizhaus wird nach Abschluss der Arbeiten der TIGAS als Back-Up für die Fernwärmeversorgung zur Verfügung gestellt.   

Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer betont: „Es ist ganz im Sinne der Stadt, dass die IIG weg von Öl und Gas kommt und mit einem neuen Mix aus Wärmepumpen, Pelletsanlagen, Photovoltaik, Grundwasser-Wärmepumpen, Solarthermie und nun auch Fernwärme neue Wege geht.“ Wichtig für die Bürgermeisterin ist, „dass die Heizungsrechnung für die Bewohnerinnen und Bewohner nicht teurer, sondern sogar etwas billiger werden wird“. Interne Berechnungen haben ergeben, dass die Fernwärme-Energiekosten für die Mieter trotz niedriger Gaspreise in den letzten drei Jahren niedriger gewesen wären. Im Schnitt hat die IIG bei den Energiekosten zuletzt rund 700.000 Euro pro Jahr ausgegeben.  

Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider spricht ebenfalls von einem wichtigen Schritt zur Umsetzung des Innsbrucker Energieentwicklungsplanes und zur Erreichung der Klimaschutzziele: „Ölheizungen sind passé, nun wollen wir auch das Erdgas durch erneuerbare Energieträger und Abwärmenutzung ersetzen. Nicht zuletzt erwarte ich mir durch die Umstellung geringere Betriebskosten für die MieterInnen.“  

Für IIG-Geschäftsführer Franz Danler ist das Potential für die Abwärmenutzung enorm: „Alleine bei unseren Gebäuden im O-Dorf können wir über eine Heizperiode rund 1.000.000 m³ Erdgas ersetzen. Die Umstellung der Wohngebäude wird auch von der Tiroler Wohnbauförderung unterstützt. Die Energiewende 2050 mit dem Innsbrucker Energieentwicklungsplan ist für die IIG ein Arbeitsauftrag, den wir konsequent unterstützen.“  

Bis zum Start der neuen Heizperiode im September 2017 soll die Umstellung abgeschlossen sein. „Der Zeitplan ist ambitioniert. Wir sind aber gut vorbereitet, die Umsetzung läuft bereits auf Hochtouren. Das ist nicht zuletzt unseren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verdanken“, so Danler abschließend.

(Platzer Media OG/17.05.2017)