Räumlichkeiten an Bergrettung übergeben

Neuer Stützpunkt am Sillside-Areal in der Matthias-Schmid-Straße  

(14.09.2017) Die Stadt Innsbruck stellt der Bergrettung Innsbruck am Areal des neuen Kletterzentrums in der Matthias-Schmid-Straße 12 knapp 350 Quadratmeter Fläche für eine neue Einsatzzentrale zur Verfügung. Neben Vereinsräumlichkeiten, einem Lager und zehn Autoabstellplätzen befindet sich dort nun auch ein Waschplatz.  

Adäquater Stützpunkt
„Die Stadt Innsbruck unterstützt die unschätzbare Arbeit der Bergrettung Innsbruck sehr gerne. Die Helferinnen und Helfer haben nun einen modernen und adäquaten Stützpunkt für ihre verantwortungsvolle Aufgabe“, erklärte Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer bei der Übergabe am Mittwochabend. Vizebürgermeister Christoph Kaufmann ergänzte: „Im Rahmen des EU-weiten Architekturwettbewerbs rund um das Kletterzentrum Innsbruck wurde auch der Bürotrakt des ehemaligen WUB-Areals saniert und in der Planung die neuen Räumlichkeiten für die Bergrettung Innsbruck berücksichtigt.  

Die Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) setzte das Projekt um. IIG-Geschäftsführer Dr. Franz Danler kennt die Besonderheiten des Projekts: „Umfangreiche konstruktive Maßnahmen haben es ermöglicht, die ehemaligen Technikzentralen des bisher industriell genutzten Gebäudes in eine Garage für vier Einsatzfahrzeuge umzufunktionieren. Durch die Ausfahrt auf die Ingenieur-Etzel-Straße ist auch bei Sportgroßveranstaltungen ein uneingeschränktes Ein- und Ausfahren möglich.“  

Gute Nachbarschaft
Hauptnutzer des sanierten Bürotrakts ist die Innsbrucker Bergrettung. Zudem finden dort der Tiroler Leichtathletikverband (TLV), die Lebenshilfe, der Kletterverband Tirol und Österreich sowie „Black Diamond“ und Physio „4U Platz“. „Bergretterin bzw. Bergretter zu sein, ist eine Tätigkeit, die einen auf Lebzeiten erfüllen wird. Umso erfreuter sind wir, dass die Stadt Innsbruck uns in der Matthias-Schmid-Straße moderne Räume zur Verfügung stellt“, betonte Ortsstellenleiter Ing. Mag. (FH) Bruno Berloffa bei der Übergabe und ergänzt: „Ehrenamt ist ein Amt, dem Ehre gebührt – wir bedanken uns bei der Stadt, dass sie dies auch so sieht. In Innsbruck gab es immer schon großes Verständnis für die Notwendigkeit unserer Einrichtung.“  

Schulungsraum mit Teeküche
Die Übersiedelung der Bergrettung vom ehemaligen Standort im Gebäude der Rettung nahe der Sill wurde notwendig, da die dortige Einsatzzentrale nicht mehr den Anforderungen entsprach. Es fehlte eine räumliche Trennung von Damen- und Herrenräumen sowie war die Parksituation prekär. Neben den getrennten Umkleiden mit dazugehörigen Sanitäreinrichtungen können sich die BergretterInnen ab sofort über einen Schulungsraum mit kleiner Teeküche freuen.  

Geschichte der Bergrettung
Seit 1898 gibt es in Innsbruck eine Organisation, die sich in uneigennütziger, ehrenamtlicher Weise der Rettung aus Bergnot annimmt. Die Infrastruktur, die für Bergungsmaßnahmen im weglosen Gelände erforderlich ist, musste bereitgestellt, gewartet und untergebracht werden. Nach dem Wiederaufbau Österreichs hat man 1950 den Bergrettungsdienst als selbständigen Verein ins Leben gerufen. Ohne den bisherigen Träger des Bergrettungswesens, dem Alpenverein, musste fortan eine finanzielle Unterstützung über die öffentliche Hand organisiert werden.  

Großes Einzugsgebiet
Nicht nur das Stadtgebiet von Innsbruck, sondern auch insgesamt 19 Gemeinden in der Umgebung von Innsbruck, werden von der Ortsstelle Innsbruck, der Bergrettung Tirol, betreut. Für alle denkbar möglichen Szenarien von Unfallgeschehen, bis hin zur Unterstützung von Polizei und Feuerwehr, stehen die Mitglieder der Bergrettung jederzeit zur Verfügung. Überdies werden viele hunderte Stunden zur Sicherung von Veranstaltungen aufgewendet, die in Innsbruck durch das vielfältige Sportangebot besonders breit gefächert sind. Bobbahn, Rodelbewerbe, Skirennen, Olympische Spiele sogar die Fußball-Europameisterschaft 2008 wurde unter anderem von der Bergrettung Innsbruck betreut. Neuerdings werden vermehrt Veranstaltungen im Bereich Mountainbike, Downhill und Laufbewerbe rettungstechnisch abgesichert.

(IKM/14.09.2017)

Bei der Übergabe des neuen Stützpunkts der Bergrettung Innsbruck (v.l.): Vizebürgermeister Christoph Kaufmann, OSL Bruno Berloffa, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, Architekt Thomas Schnizer und IIG-GF Franz Danler (Foto IKM/Lercher)

Viele glückliche Gesichter waren bei der feierlichen Übergabe des neuen Stützpunkts der Bergrettung Innsbruck zu sehen (v.l.): GR Helmut Buchacher, StR Andreas Wanker, Kassier Martin Huber, Vizebürgermeister Christoph Kaufmann, Georg Fischer, OSL Bruno Berloffa, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, Architekt Thomas Schnizer, OSL-Stv. Walter Spitzenstätter, GR Markus Stoll und IIG-GF Franz Danler (Foto: IKM/Lercher)