Mobiler Kindergarten als dynamisches Projekt

Drei neue Gruppen ab dem Kindergartenjahr 2018/19 im O-Dorf  

(18.12.2017) Innsbruck erfreut sich unter anderem aufgrund der hohen Lebensqualität und dem alpin-urbanen Stadtcharakter sehr großer Beliebtheit. „Die wachsende Bevölkerung, neue gesetzliche Grundlagen und die Erhöhung der Versorgungsquote als politisches Ziel wirken sich auch auf unsere Kinderbetreuungseinrichtungen aus. Mit zahlreichen Maßnahmen gewährleisten wir ein der Stadtentwicklung entsprechendes und bedarfsgerechtes Angebot“, betont Stadtrat Mag. Gerhard Fritz. Bildungsstadtrat Ernst Pechlaner ergänzt: „Wir konnten im aktuellen Betreuungsjahr allen Kindern auf den Anmeldelisten für städtische Kindergärten einen Platz anbieten. Für 2018/19 wird ein zusätzlicher Standort mit drei Gruppen im Olympischen Dorf geschaffen.“ Die AnrainerInnen wurden bereits im Rahmen einer Informationsveranstaltung über das Projekt informiert.  

Austausch fernab von Stadtteilgrenzen
Nach einer fachlichen Prüfung wurde ein 9.400 Quadratmeter großes Grundstück in der Schützenstraße 10 als temporärer Standort festgelegt. Dort realisiert die Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) das Projekt „mobiler Kindergarten“. „Es wird längstens für die Dauer von sieben Jahren am selben Standort bleiben und kann bei Bedarf stadtteilübergreifend wechseln“, erläutert IIG-Geschäftsführer Dr. Franz Danler. Der ausgesuchte Standort entlastet ab Herbst 2018 das Einzugsgebiet Arzl, Walderkammweg und Olympisches Dorf. „Eine sehr gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln, die attraktive Lage nahe der Innpromenade sowie eine Förderung der Vernetzung und des Austausches zwischen den Stadtgebieten sind nur drei der vielen Vorteile der Schützenstraße“, sind sich die EntscheidungsträgerInnen einig.  

Fachjury kürte Siegerprojekt
Dem Projekt ist ein wettbewerbsähnliches Bieterverfahren vorausgegangen, bei dem die Wahl auf eine Holzmodulbauweise fiel. Ende November 2017 bewertete eine Fachjury die sechs eingereichten Projekte. Das Siegerprojekt des Unternehmens „Kaufmann Bausysteme GmbH“ unter Beteiligung des Architektenbüros „Dietrich Untertrifaller“ überzeugte mit seiner Funktionalität. Das eingeschoßige Gebäude, ein eigenständiger dreigruppiger Kindergarten, wird zur Gänze im Werk vorgefertigt. Die Demontage der einzelnen Raumzellen ist genauso einfach möglich wie der erstmalige Aufbau. Die Aufteilung sieht Gruppenbereiche, einen Bewegungsraum, Funktionsraum, Speiseraum inklusive Küche sowie mehrere Nebenräume vor. Es können unterschiedliche Grundrisse realisiert werden. Die drei Gruppenbereiche können im Cluster organisiert werden, die jeweils Gruppenraum, Garderobe, Sanitärbereich und Lagerbereich vereinen. Überdachte Terrassen und, teilweise beschattete, Außenspielflächen sind ebenfalls zugänglich. Vor dem Kindergarten entstehen eigens fünf Parkplätze.  

Zeitplan steht fest
Nachdem der Wettbewerb erfolgreich abgeschlossen werden konnte, führen die Projektbeteiligten die Arbeiten im Frühjahr und Sommer 2018 aus. Der Betrieb in der Schützenstraße 10 startet im kommenden Herbst 2018. „Aufgrund der komplexen Aufgabenstellung beauftragen wir einen Totalunternehmer. Die Empfehlung einen Architekten bzw. eine Architektin hinzuzuziehen wurde berücksichtigt. Damit kann der geforderten hohen architektonischen Qualität entsprochen werden“, informiert Danler abschließend. Die Kostenschätzung für dieses Projekt liegt bei rund 1,5 Millionen Euro.

(IKM/18.12.2017)

Die Stadträte, Ernst Pechlaner und Gerhard Fritz (v.l.), sowie IIG-Geschäftsführer Franz Danler (r.) ließen sich von Architekt Peter Nußbaumer, Michael Kriegner und Christian Kaufmann (beide Kaufmann Bausysteme GmbH) die Pläne für den mobilen Kindergarten erläutern. (Foto: © IKM/Kuess)