Pressegespräch: 10. Mai 2010

(10.05.2010) Die Innsbrucker Immobilien GmbH & Co KG pflegt ihren Schatz von über Fünf Millionen Euro investiert die Innsbrucker Immobilien GmbH & Co KG (IIG) im Jahr 2010 in die Sanierung ihrer 6000 Wohnungen. Damit dieser soziale Schatz der Stadt auch in Zukunft optimal gepflegt wird, beschloss der IIG-Aufsichtsrat unter Vorsitz von Univ.-Prof. Dr. Franz Pegger neue Sanierungsrichtlinien. Innsbrucks Wohnungsstadträtin Dr. Marie-Luise Pokorny-Reitter, Pegger und IIG-Geschäftsführer Dr. Franz Danler präsentierten die Details.

IIG präsentiert neue Sanierungsrichtlinien:
Vom ersten Tag an eine schöne Wohnung

INNSBRUCK (10.5.2010). Fünf Millionen Euro investiert die Innsbrucker Immobilien GmbH & Co KG (IIG) im Jahr 2010 in die Sanierung ihrer 6000 Wohnungen. Damit dieser soziale Schatz der Stadt auch in Zukunft optimal gepflegt wird, beschloss der IIG-Aufsichtsrat unter Vorsitz von Univ.-Prof. Dr. Franz Pegger neue Sanierungsrichtlinien. Innsbrucks Wohnungsstadträtin Dr. Marie-Luise Pokorny-Reitter, Pegger und IIG-Geschäftsführer Dr. Franz Danler präsentierten die Details.

„Anmieten und Einziehen“, lautet das Motto von IIG-Geschäftsführer Danler anhand eines konkreten Beispieles. Die eine Wohnung ist noch nicht saniert. Es fehlen eine moderne Heizung, entsprechende sanitäre Standards, sichere Leitungen und auch neue Fenster. Ganz anders die Nachbarwohnung. Danler: „Nachdem wir uns nicht für eine Teil- sondern für eine Generalsanierung entschieden hatten, wurden rund € 25.000 investiert. Nach drei Monaten Sanierung mit Heizungseinbau und dgl. können wir den Nachmietern nun eine Topwohnung anbieten.“

Das Ziel der beschlossenen Sanierungsstandard lautet generell: Substanzver-besserung und Gewährleistung der Sicherheit. Danler: „Die sanierte Wohnung soll einladend, gebrauchsfähig und in einem guten qualitativen Zustand sein – damit wir unserem Auftrag der Sozialpflichtigkeit nachkommen und die Wohnung möglichst schnell wieder vergeben können.“

Konkret geht es um zeitgemäße Standards bei Elektroinstallationen, Wasser- und Abflussleitungen, Sanitäranlagen, Wänden, Decken und Böden, Türen, Fenstern und bei der Heizung. So werden eventuell noch vorhandene Einzelöfen durch Gasetagenheizungen ersetzt.

Danler will die durchschnittliche Sanierungszeit von derzeit drei Monaten noch weiter verkürzen und die Terminkoordination mit dem Wohnungsservice der Stadt optimieren.

Pokorny-Reitter: Der neue Vergabemodus:

Wohnungsstadträtin Pokorny-Reitter erläuterte den neuen Vergabemodus durch das Wohnungsservice der Stadt Innsbruck, der vor allem die Zeitspanne bis zur Vergabe einer Wohnung verkürzen soll. Grundsätzlich lautet das Ziel, dass mit dem Abschluss der Sanierungsarbeiten der Wohnung diese auch schon vergeben sein sollte. Dazu wurde in Zusammenarbeit IIG- Wohnungsservice ein neuer Vergabeablauf ausgearbeitet und von Aufsichtsrat und Stadtsenat beschlossen, erläuterte Pokorny-Reitter.

Transparente Abläufe:

Dieser umfasst im Wesentlichen folgende Schritte: Sofort nach Kündigung einer Wohnung wird diese als zu mieten ab einem bestimmten Tag dem Wohnungsservice gemeldet. Das Wohnungsservice bietet die Wohnung einer/m vorgemerkten WohnungswerberIn an, die Hausverwaltung wird ebenfalls vom Angebot verständigt.  Nun muss sich die Wohnungswerberin mit dem Hausverwalter in Verbindung setzen, eine Besichtigung soll innerhalb von wenigen Tagen erfolgen. 5 Tage nach der Besichtigung muss der/ die Wohnungswerberin sich für oder gegen die Wohnung entschieden haben und dem Hausverwalter die Entscheidung mitteilen. Verstreichen die 5 Tage ohne Mitteilung, gilt die Wohnung als abgelehnt. Bei der Entscheidung sind die zukünftigen MieterInnen sehr gefordert, denn es gilt in wenigen Tagen viele Fragen zu klären: passen die Möbel, welche neuen Möbel müssen wir kaufen, können wir das finanzieren, kann ich eine Mietzinsbeihilfe erhalten? Vielen Menschen fällt es auch schwer, sich vorzustellen, welches Schmuckkästchen eine Wohnung nach der Sanierung sein kann, so die Wohnungsstadträtin.

Dieser ganze Ablauf soll normalerweise in 24 Tagen abgeschlossen sein. Wenn kein Mietvertrag abgeschlossen wird, beginnt das Ganze mit einer/m weiteren WohnungswerberIn von vorne.

Wohnungsservice als Vergabe-Drehscheibe

Pokorny-Reitter verweist auf den Stadtsenatsbeschluss, wonach entweder

  • nach dritter Ablehnung einer konkreten Wohnung durch vorgemerkte Wohnungssuchende die Vergabe an weiter hinten gereihte WohnungswerberInnen möglich ist oder
  • spätestens ein Monat nach Fertigstellung der Wohnung diese (auch ohne drei Angebote) frei laut Vormerkliste durch den Stadtsenat vergeben werden kann.
  • Mehrmals angebotene und abgelehnte Wohnungen können aktiv beworben werden durch Aushang beim Wohnungsservice, bzw. auf den Homepages von IIG und Stadt Innsbruck. Die Vergabe übernimmt weiterhin das Wohnungsservice an vorgemerkte WohnungswerberInnen aber ohne Berücksichtigung des Ranges (mit STS Beschluss ).
  • Bei Nichtvermietung binnen zwei Monaten nach Fertigstellung der Sanierungsarbeiten der Wohnung kann das Wohnungsservice die Wohnung an die IIG zur eigenen Vergabe zurückstellen.

Die vom Wohnungsservice benötigten Daten (Adresse, Ausstattung, Größe usw.) sollen künftig im Rahmen einer gemeinsamen EDV-Plattform von Stadt Innsbruck, NHT, TIGEWOSI und IIG KG zur Verfügung gestellt werden.

Pegger: Auftrag zur Sozialpflichtigkeit

Pegger unterstrich, dass mit den neuen Sanierungsrichtlinien nach Möglichkeit auch eine Kategorieverbesserung der Wohnungen, zum Beispiel von C auf A oder von B auf A angestrebt werden soll. Es gehe um die Substanzverbesserung und um die Gewährleistung der Sicherheit: „Die sanierte Wohnung soll einladend, gebrauchsfähig und in einem guten qualitativen Standard sein. Damit kommen wir auch unserem Auftrag der Sozialpflichtigkeit nach.“ Die Mieteinnahmen der ersten sechs Jahre einer generalüberholten Wohnung werden ausschließlich für die Generalsanierung verwendet.

Für Fragen:

Ing. Dr. Franz Danler LL.M, MBA
Geschäftsführer Innsbrucker Immobilien GmbH & Co KG
Tel.: +42 512 4004 215
f.danler@iig.at   www.iig.at

Bilder:

Neue Richtlinien für die Sanierung und die Vergabe der über 6000 Wohnungen der Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) präsentierten Stadträtin Marie-Luise Pokorny-Reitter gemeinsam mit IIG-Aufsichtsratsvorsitzendem Franz Pegger (li.) und IIG-Geschäftsführer Franz Danler (re.) anhand eines praktischen Vorher- Nachher-Beispieles in der Innsbrucker Lindenstraße.
Foto: platzermedia