Auszeichnung für das Kletterzentrum Innsbruck (KI)

Internationaler Award in Bronze für die Sportanlage der IIG  

(14.11.2019) Mit der Kletterhalle am „Sillside“ entstand eine Sportstätte für Hobby- und ProfisportlerInnen am Standort Matthias-Schmid-Straße. Die Anlage wurde vor Kurzem mit dem „IOC IAKS Award 2019“ in Bronze ausgezeichnet. Die Medaillen für herausragende Architektur wurden bei einer Galaveranstaltung in Köln durch das Internationale Olympische Komitee (IOC), das Internationale Paralympische Komitee (IPC) und die Internationale Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen (IAKS) verliehen. Die drei Hauptkriterien bei der Beurteilung des Siegerprojektes waren architektonische und technische Aspekte, Nachhaltigkeit und öffentlicher Mehrwert sowie Barrierefreiheit und universelles Design.  

Die Kletterhalle ist ein Projekt von Architekt DI Thomas Schnizer und wurde von November 2015 bis Ende März 2017 durch die Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) errichtet. „Für diesen Award wurden Gebäude nominiert, die sich durch Nachhaltigkeit, eine klare Funktionalität und eine außergewöhnliche Architektur auszeichnen. Mit der Kletterhalle hat die IIG ihre Qualifikation im Sportstättenbau bewiesen“, freuen sich Bürgermeister Georg Willi und IIG-Geschäftsführer Dr. Franz Danler unisono.  

„Das Kletterzentrum Innsbruck hat weltweit für Aufsehen und Begeisterung in der Kletter-Community gesorgt. Dass wir im Jahr nach der Eröffnung die Kletter-WM austragen durften, hat diesen Effekt mit Sicherheit noch einmal verstärkt. Mit dieser Einrichtung ist ein wirklich großer Wurf – sportlich wie architektonisch – gelungen. Das KI passt perfekt zu Innsbruck und ergänzt die fantastischen Outdoor-Klettermöglichkeiten, die uns als alpiner Stadt gewissermaßen in den Schoß fallen. Besonders freut mich, dass das KI zu einer so beliebten Sportstätte für alle Niveaus und Altersgruppen geworden ist. Damit ist ein wunderbares Beispiel für die Begegnung von Spitzen- und Breitensport an einem Ort gelungen“, betont Sportstadträtin Mag.a Elisabeth Mayr.  

Innsbruck als Sportstadt
Die Beurteilung der eingereichten Arbeiten für den „IOC IAKS Award 2019“ erfolgte im Juli 2019 durch eine internationale Jury, die sich aus VertreterInnen des IOC, des IPC und der IAKS zusammensetzte. Diese Auszeichnung für außergewöhnliche Leistungen im Bereich der Planung und des Betriebs von Sport-, Freizeit- und Erholungsbauten wird alle zwei Jahre verliehen. Die Bandbreite der ausgezeichneten Anlagen reicht von großen internationalen Sportstätten in Singapur und Brasilien bis hin zu kleinen, aber gesellschaftlich bedeutsamen Skateparks in Palästina und Spanien. Die Jury des „IOC IAKS Awards 2019“ prämierte sieben Anlagen mit Gold, sechs mit Silber und sieben mit Bronze. Die preisgekrönten Objekte befinden sich in 14 Ländern weltweit.

Modernes Vorzeigeprojekt
Bei der Ausführung wurden umwelttechnische Aspekte, sogenannte „Design-Driver“ und ökologische und ökonomische Aspekte ebenso berücksichtigt. Der Bau wurde hochwertig wärmegedämmt und die Lüftungsanlage mit einer Wärmerückgewinnung ausgestattet. Weiters wurden ein barrierefreier Zugang, die Erreichbarkeit aller Ebenen mittels Aufzug sowie ein taktiles Blindenleitsystem geschaffen. Die Seilkletterhalle, in der die wesentlichen Funktionen des Zentrums mit Café- und Empfangsbereich, die Kletterbereiche für Schulung und Anfänger sowie die großen wettkampftauglichen Indoor-Kletterwände untergebracht sind, wurde im Neubau, die Boulderhalle in der ehemaligen, so genannten „WUB-Halle“ untergebracht. Mit einer Kletterwandfläche von über 5.000 Quadratmetern gehört diese Anlage zu den größten weltweit. Die Gesamtinvestitionssumme betrug rund 12 Millionen Euro.

(IKM/14.11.2019)

Eine internationale Auszeichnung für die Kletterhalle Innsbruck: Den „IOC IAKS Award 2019“ in Bronze nahm vor Ort DI Georg Preyer (Geschäftsbereichsleiter Technik, Innsbrucker Immobiliengesellschaft, 2. v.l.) entgegen.