Lichtobjekt von Werner Feiersinger im Haus der Musik Innsbruck montiert

Bildende Kunst findet im neuen Musik- und Kulturzentrum ihren Platz

(10.09.2018) Mit dem Haus der Musik (HDM) entsteht ein neues Zentrum für Kulturschaffende und kulturinteressierte Menschen – mitten im Herzen der Landeshauptstadt Innsbruck. Der architektonische Entwurf dazu stammt vom Innsbrucker DI Erich Stolz. Der aktuell größte Kulturbau Westösterreichs vereint in Zukunft zehn kulturelle Institutionen unter einem Dach.  

„Kunst am Bau“ – der Wettbewerb
Neben den Inhalten Musik und Theater wurde auch die Bildende Kunst in die künstlerische Gestaltung des Gebäudes miteinbezogen. Die Promenadentreppe als Hauptzugang zu den Veranstaltungssälen soll als Symbol für die Offenheit des neuen Kulturquartiers in der Alpenstadt dienen. Genau hier wurde kürzlich für den Luftraum der Promenadentreppe das Lichtobjekt von Werner Feiersinger gemeinsam mit der Schlosserei Konrad aus Imsterberg und nach Anweisungen und Vorstellungen des Künstlers zusammengebaut sowie befestigt. „Das neue Haus der Musik Innsbruck ist ein Ort der Begegnung und des Austauschs. Die Kunst-am-Bau-Projekte als Ausdruck der Begegnung unterschiedlicher Kunstsparten symbolisieren diesen Austausch auch nach außen“, betont Kulturstadträtin Mag.a Uschi Schwarzl.

Im Juni 2016 war ein Kunst-am-Bau-Wettbewerb ausgelobt worden, Mitte Jänner 2017 standen die drei SiegerInnen fest. Carola Dertnig entwarf ein mobiles Bühnensofa, Esther Stocker Sitzobjekte. Dazu kommt noch das Lichtobjekt von Werner Feiersinger oberhalb des großzügigen Eingangsbereichs.  

Zum Künstler
Werner Feiersinger, 1966 in Brixlegg geboren, studierte von 1984 bis 1989 an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien, Meisterklasse Bildhauerei bei Wander Bertoni und Ernst Caramelle. Feiersinger war 1999 Gastdozent an der École nationale supérieure des beaux-arts de Lyon und hatte von 2006 bis 2008 eine Gastprofessur an der Universität für angewandte Kunst in Wien inne.

Haus der Musik kurz und bündig
Neben einem großen Veranstaltungs- und Probesaal für rund 510 Personen, der sowohl dem Tiroler Symphonieorchester Innsbruck (TSOI) als auch Externen für Veranstaltungen zur Verfügung steht, sieht das Raumprogramm zusätzlich kleinere Säle sowie Verwaltungs- bzw. Übungsräume und ein Depot für Instrumente vor. Für die Kammerspiele des Tiroler Landestheaters entstehen eine Bühne mit Zuschauerraum, ein Bühnenturm, eine Black Box, Garderoben und Werkstätten. Da das Haus der Musik Innsbruck mehrere zentrale musikalische Ausbildungsstätten der Landeshauptstadt an einem Standort zusammenführt, entsteht eine Gemeinschaftsbibliothek für Landeskonservatorium, Musikwissenschaften, Mozarteum und ein Kompaktarchiv. Zusätzlich sind Räume für das Tiroler Landeskonservatorium und das Institut für Musikwissenschaft sowie die Landesvereine Sängerbund, Volksmusikverein und Blasmusikverband reserviert. Auch die Festwochen der Alten Musik und ein Gastronomiebetrieb werden dort untergebracht.  

06. Oktober: Das Eröffnungsfest
Das Haus der Musik Innsbruck öffnet am 06. Oktober 2018 seine Pforten. Am Vormittag findet der offizielle Festakt mit einem landesüblichen Empfang statt. Ab 15 Uhr besteht für alle Interessierte dann die Möglichkeit, sich bei freiem Eintritt selbst ein Bild vom neuen kulturellen Zentrum der Stadt Innsbruck zu machen. Bei einem Rundgang können BesucherInnen die beeindruckenden neuen Räume erleben: Den Großen und den Kleinen Saal, die neuen Kammerspiele und das neue [K2], die Bibliothek und den spektakulären Blick von der Terrasse im 5. Stock. Alle Institutionen, die dort ihre neue Heimstätte gefunden haben, umrahmen mit einem abwechslungsreichen Programm diesen besonderen Tag. Konzerte, Tanz, ein großes Musikquiz, Kinderschminken, Kostümverkauf, eine Theatergeisterbahn und vieles mehr erwartet alle Gäste außerdem im Tiroler Landestheater, das an diesem Tag zum traditionellen Theaterfest lädt.

(IKM/10.09.2018)

Verschafften sich einen Blick vom Lichtobjekt von Werner Feiersinger oberhalb der Promenadentreppe im neuen Haus der Musik Innsbruck: Georg Preyer (Projektleiter IIG), Kultur-Abteilungsleiterin Birgit Neu, StRin Uschi Schwarzl, Referentin Natalie Pedevilla (Abteilung Bildende Kunst und Kulturprojekte) und der Geschäftsführer der IIG, Franz Danler (v.l.). (Foto: © IKM/Freinhofer)