Hilfe, Schimmel im Haus!

Hilfe, Schimmel im Haus!

„Schimmelpilze“ gilt als das häufigste mikrobielle Wohngift und ist ein Sammelbegriff für Pilze, die typische Pilzfäden und Sporen bilden können. Alles in allem gehört Schimmelpilz in kein gesundes Haus, doch was kann man tun, wenn Schimmel doch einmal zum Problem wird?

Bevor uns 1973 die erste Ölkrise schockierte, war Heizen mit Öl eine effiziente und vor allem sehr billige Variante. Niemand dachte damals daran, sämtliche Ritzen in der Wohnung sorgfältig abzudichten und wurde es einmal zu warm in der Wohnung, dann stellte man nicht die Heizung ab, sondern öffnete einfach die Fenster, bis der Raum abgekühlt war. Und heute?

Heute hat sich das Rad der Zeit gedreht und Energie wird nicht mehr verschwendet. Energiesparen steht am Programm. Man heizt nicht mehr so viel, die Häuser und Wohnungen sind besser wärmegedämmt und man lüftet nur mehr kurz. Folglich treten bisher ungewohnte Probleme auf: Feuchtigkeit und Schimmel, die nicht nur bleibende Schäden an der Bausubstanz anrichten, sondern auch die Gesundheit maßgeblich beeinträchtigen können.

Woher kommt die Feuchtigkeit?

Mit der Atemluft gibt der Mensch am Tag zirka ein bis zwei Liter Wasser an seine Umgebung ab. Eine kleine Zimmerpflanze bringt es pro Stunde auf 10 Gramm Wasser, ein großer Gummibaum sogar auf 40 Gramm. Durch alltägliche Dinge, wie Kochen, Baden und Wäschewaschen, kommt natürlich noch einiges dazu. So werden in einem Dreipersonen-Haushalt pro Tag gut und gerne 6 Liter Wasser erzeugt, das sind im Monat 180 Liter, also mehr als eine ganze Badewanne voll! Logisch also, dass die Luft in unseren Wohnungen feucht ist. Luft kann aber nur eine bestimmte Menge Wasserdampf aufnehmen, und die hängt von der Temperatur ab: Je wärmer die Luft ist, desto mehr kann sie speichern. Gefährlich wird es also dann, wenn warme und feuchte Luft auf eine kalte Oberfläche trifft, sich dort abkühlt und nicht mehr das ganze Wasser speichern kann: Was dann passiert? Holen Sie eine Flasche Limonade aus dem Kühlschrank, dann wissen Sie es. Die warme Raumluft gibt Feuchtigkeit an die kalte Flasche ab – es entsteht sofort Kondenswasser. Feuchtigkeit und Schimmel treten also vorzugsweise an den kältesten Teilen der Wohnung auf: in unbeheizten Zimmern, in der Nähe von Fenstern, an Außenwänden und Außendecken oder dort, wo die Erwärmung der Wand behindert wird – beispielsweise durch ein davorgestelltes Möbelstück.

Was tun?

Erstens, muss die ganze Wohnung immer in etwa auf der selben Temperatur gehalten werden, um zu verhindern, dass sich die warme Luft in unbeheizten Räumen abkühlen kann. Weiters sollte die feuchte Raumluft mehrmals täglich, bei weit geöffnetem Fenster „hinausgelüftet“ werden.

Ist diese Art zu Lüften keine Energieverschwendung?

Absolut nicht, sie sorgt für trockene Wände und eine durchfeuchtete Wand leitet teure Energie bis zu dreimal schneller nach außen als eine trockene. Aber natürlich liegt die Ursache für Feuchtigkeit nicht immer am falschen Lüften und Heizen. Manchmal kann es sich um Baumängel handeln, um zu geringe Wärmedämmung, um ein undichtes Dach oder um schadhaften Außenputz. Dann hilft nur eines: die undichte Stelle muss repariert werden!

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